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Arnulf Neuwirth

3. 9. bis 2.10. 2004

 

Arnulf Neuwirth – 50 Jahre Collage

 

Wenn es stimmt, dass das Gesamtwerk eines Künstlers durch das thematische und formale Begehren der einzelnen Werke konstituiert wird, dann ist dies bei Arnulf Neuwirth einerseits das Phänomen Reise, andererseits die bildnerische Verfahrensweise der Collage.

Die Collage ermöglicht Neuwirth, verschiedenste formale und thematische Aspekte zu verflechten, vielschichtigste Elemente zu vernetzen und so aus Vorhandenem, Vorgefundenem (objet trouvé) eine Anreicherung und Amalgamierung differenzierendster Aussageweisen zu erzielen. Die einzelnen Collage-Fragmente, die vielfältigste Materialien umfassen, erlauben in der Art und Weise ihrer Bezüge nicht nur, einen Kosmos an Motiven wie eine Partitur zu kombinieren und zu komponieren, sondern auch gegensätzlichste Zeit-valeurs einzubringen. Mit deren Hilfe gelingt es dem Künstler, inhaltlich-formal das zu erreichen, was bildgeschichtlich die Impressionisten mit ihren valeurs realisierten.

Es geht also um den zusätzlichen ästhetischen, formalen und inhaltlichen Reichtum, der durch diese Methodik gewonnen werden kann. Minutiös, nuanciert, subtil, leger und doch äußerst präzise erzählen damit die Bilder (und ihre Titel) vom Möglichen und Unmöglichen Geschichten, Träume, aber auch reale Begebenheiten. Bilder und damit Geschichten von fremden und vertrauten Welten, von unerhörten Ereignissen und erstaunlichen lmaginationen werden zu fast unendlichen Bildtableaux verwoben. Es sind archäologische Gebilde, Wunderhörner der Natur und des Lebens, die wie eine Traumarbeit funktionieren. 

Carl Aigner

Fotos aus der Ausstellung: