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Iris Andraschek- Brigitte Kordina

22. 3. bis 20. 4. 2002

 

Iris Andraschek

Das Naheliegende, Verwandte, Bekannte, Vertraute sowie soziale Bezüglichkeiten sind Themen vieler künstlerischer Diskurse von Iris Andraschek. Immer steht der Mensch als soziales Konstrukt im Reflexionszentrum ihrer Arbeiten. Raumbezogene, installative, auf der Photographie basierende Werke bilden Knotenbündel komplexer künstlerischer Recherchen. Die Frage nach einer persönlichen, individuellen und kollektiven sozialen Identität ist immer wieder Brennpunkt der Auseinandersetzung, wobei Geschlechterrollen und -identitäten sowie alltägliche Kontexte eine spezifische Rolle spielen. Bilderwelten als Weltbilder werden zu Bilderräumen gefügt, mit denen - oft ironisch - Bilder als Ort des "Heimatlichen" auch im Sinne des Heimlichen entfaltet.

Carl Aigner

Brigitte Kordina

Spätestens mit dem Symbolismus, dem Expressionismus und vor allem dem Surrealismus vermag der künstlerische Diskurs immer auch ein "Seelenraum" zu sein. Für die Arbeiten von Kordina gilt dies insbesondere für die letzten Jahre. Ob Malerei, Photographie, Zeichnung, Lichtinstallation oder Objekt - das Werk als Raum des Seelischen spielt eine zunehmend konstitutive Rolle, ohne dabei in eine Psychologisierung zu verfallen - Passagen der Blicke als Geographien der Weite (Meer, Himmel) werden zur deterritorialisierten Räumen, zu Orten der Entgrenzung und Sinnstiftung. Das Licht fungiert dabei als Entmaterialisierungseffekt, als Dimension des Geistigen und Unendlichen. Im Spannungsfeld von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit situieren sich "innere" Räume als Projektionen des Imaginären. Das künstlerische Begehren entfaltet sich bei ihr im Sinne eines "romantischen" Träumens nach dem Sein als Freisein.

Carl Aigner

Iris Andraschek:
   
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